Der globale geistige Fallout

Wir sind uns selbst weggenommen. Und leben wie von uns selbst Enteignete. Die sich selbst und die Welt allein deshalb in Besitz nehmen wollen. Und eben diese Inbesitznahme lässt das Leben nicht zu. Das ist es, was sich in Dir als Schmerz vernimmt, „seit Du bist“. – Zu diesem Schmerz ist es aufgrund der Nichtverbindung zu Dir selbst als lebendiger Wirklichkeit gekommen. Dieser Schmerz ist es, den wir immer wieder zu übertünchen versuchen. Was uns nicht gelingt. Und niemals gelingen wird. Allein deshalb versuchen wir, unser Wohl im Materiellen und in der Eroberung des äußeren Raumes zu finden. Allein deshalb zeigen wir uns anders als wir sind. Weil wir anderenfalls kapitulieren müssten. Jetzt. Vor uns selbst. Vor den unhaltbaren Vorstellungen und Ansprüchen, die wir dem Leben gegenüber haben, das wir allein aus diesem Grund auf immer absurdere Weisen an uns zu reißen versuchen.

Wir sind in die Unfreiheit des Denkens hineingeboren und dieser Unfreiheit versuchen wir durch die Kultivierung einer Person zu entkommen, die sich uns wie eine Freiheit darstellt. Endlich so sein, wie ich sein will … Die Freiheit der Person liegt im Erreichen der Vorstellungen, die sie von sich hat, weil sich nur ein von sich selbst Verlassener mit sich als veräußerlichter Darstellung verwechseln kann. Und glaubt, auf diese Weise alles erreichen zu können. Eben weil er sich nicht mehr spürt und damit niemand ist, der bei sich ist! Wenn Dir erst das Gefühl für Dich selbst abhanden gekommen und damit Dein eigentliches Gewissen genommen worden ist, bist Du frei auf allen Ebenen gegen das Leben zu verstoßen. Auf diese Weise wird die Nichtwahrnehmung des eigenen Lebendigseins zum „normalen“ Empfinden.

Wir haben uns daran gewöhnt, uns die Welt erklären zu lassen, statt selbst lebendig zu sein und dieses Leben selbst zu entdecken. Und Teil dieser Erklärung ist es, dass wir uns vor dem Leben in Sicherheit bringen müssen. Alles, bloß nicht tief fühlen. Alles, bloß nicht hilflos sein. Alles, nur nicht spüren, dass wir das Leben nicht unter Kontrolle haben. Und es auch nicht unter Kontrolle bringen können. Weil sich das Leben nicht kontrollieren lässt. Weil es lieber abstirbt, als sich dem Diktat eines wahnsinnigen und allmächtig glaubenden Verstandes zu beugen. Einem Verstand, der uns gegen unseren uns eigentlichen Willen dominiert und immer weiter von uns selbst entfremdet.

Es ist unmöglich, in Sicherheit zu bringen, was nicht in Sicherheit zu bringen ist. Weil das Leben selbst die eine und einzige Sicherheit ist, die keiner weiteren Sicherheit bedarf. Allein die Nichtverwirklichung dieser Tatsache macht Angst. Und diese Angst spüren wir als ständige Anwesenheit, weshalb wir uns immer weiter in die Kontrolle unseres Verstandes begeben. Und dabei sind wir nichts anderes als dieses Leben! Das völlig das Vertrauen zu sich selbst verloren zu haben scheint, obwohl wir eins mit dem Leben sind! Egal, ob wir das wissen oder nicht.

Monokultur ist die Seuche eines Geistes …

Monokultur ist die Seuche eines Geistes, der sich selbst nicht mehr in Frage stellen kann, weil er glaubt es besser als das Leben selbst zu wissen. Im Falle der Tiere heißt das, abgeschirmt von jeglicher Anwesenheit vollkommen entrechtet im Dreck angebunden zu sein. Im Falle des Menschen heißt es, gut versorgt und bestens unterhalten vom Leben abgelenkt zu werden. Von einem solchen Geist sind wir befallen und gefangen genommen. Gegen unseren eigentlichen Willen. Von dem wir nichts mehr „wissen“.

Wir begehen schwerste Verbrechen gegen die uns eigentliche lebendige Natur, lassen Schweine und Kühe in Konzentrationslagern in die Hölle hinein gebären, um das Geborene für das in ihm gesehene Produkt auf eine Weise zu demütigen und zu missachten, die sich unseren Blicken entzieht. Weil wir sonst nicht in dieser Hemmungslosigkeit zum Leid des sich selbst empfindenden Lebens beitragen könnten. Die Böden sind verseucht, d. h. nach dem Verständnis derer, die kein Verständnis haben, „kultiviert“, die Tiere in ihrer ureigentlichen Natur zutiefst entrechtet und auf brutalste Weise gedemütigt.

Macht euch die Welt untertan? – Damit beschreibt die Bibel die Hölle. Den Gott der Hölle! Der das Leben in eine Wüste verwandelt, in ein unfruchtbares Land, in dem auf Teufel komm raus verkauft wird, was nicht zu verkaufen ist. Das Leben selbst. In dem sich auf Teufel komm raus kaufen lässt, was nicht zu kaufen ist: Freude, Glück, Stille – Zufriedenheit und ein sich selbst feierndes Erleben in all seinen Dimensionen.

Der Wille des Lebens ist der göttliche Wille. Er ist der einzige Wille, der mich bestimmen darf.

Es ist dieser Wille, der sich mir auf allen Ebenen zugänglich macht, wenn ich bereit bin, mich ganz auf mich als dieses Leben einzulassen. Bewusst sein. Unbewusst sein. Das Sein kennt zwei Zustände. Einen, der ihm erscheint und einen, den es nicht kennt. Es ist sich seiner bewusst oder nicht bewusst. Aber in jedem Fall ist es. Weil es das ist, was „sein“ ist. Sein! Allein aus diesem Grund braucht sich Gott als Mensch. Um zu sich zu kommen und zu verwirklichen, dass nichts außer dieser Existenz ist. – „Und ‚er‘ sah, dass es gut war“. So könnte es sein, aber so ist es nicht. Weil dieser Mensch alles andere als das Wahre sieht. Und allein deshalb das Schlechte bewirkt! Als ein sich in sich selbst irrender Mensch. Der aus dem Paradies einen von allen guten Geistern verlassenen Ort der Missachtung des Heiligen Lebens gemacht hat. Damit kann dieser Mensch nicht verwirklichen, dass er eins mit sich als Quelle ist! Was Gott im gedanklichen Jenseits seinen einzigen Zufluchtsort finden lässt!

Hier noch einen projizierten Gott einzuführen, führt zu nichts. Außer in die Kirche. Das kann nicht der Weg sein. Dieser Weg lässt sich nicht spüren, weil er nicht wahr ist. – Nein, es geht mitten hindurch. Durch Dich als unbewusst angenommenes Glaubensbekenntnis und damit durch Dich als Person. Der Glaube an Dich in vorgestellter Form ist es, der verbrennen muss. Und dafür bedarf es einer erschütternd tiefen Einsicht, die es Dir nicht mehr gestattet, Dich wieder auf altbekannte und damit überaus bequeme, wenn auch sehr schmerzhafte Weise zusammenzusetzen.

„Gott ist alles, was ist.“ Diese Aussage ergibt allein als Aussage schlicht keinen Sinn. Weil Gott ohne Dich nicht ist und nicht sein kann, obwohl nichts als Gott ist. Der aber empfangen sein will. Einzig die Gottverwirklichung führt zum Erwachen ins Göttliche hinein und nicht die Frage, ob es das Göttliche gibt oder nicht. – Denn die Frage ist immer: Für wen?! Die sich selbst nicht erkennende und dabei verwirklichende wahre, weil göttliche Liebe ist ebenso wenig Liebe, wie ein Same Baum ist. Der Same braucht den Boden, der ihn empfängt, der ihn in sich bettet und damit ganz in sich hineinfinden lässt. Als Ausdruck! Das entspricht dem Prinzip wahrer Liebe!

Die Illusion hat ihren Preis. Sie kostet Dich das wahre Leben.

Alles hat seinen Preis. Alles. Eine illusionäre Wirklichkeit lässt sich nur auf Kosten dieser illusionären Wirklichkeit erkennen. Und dennoch können Illusionen Wirklichkeiten hervorbringen.

Von sich selbst übersehen zu sein, das ist es, was uns so klein macht. Solange wir uns selbst übersehen, werden wir das lebendige Leben „übersehen“ und alles über uns glauben, was uns eingetrichtert worden ist. Solange Du Dich übersiehst, überfühlst, überhörst und damit nicht direkt wahrnimmst, musst Du immer wieder dem Wahnsinn einer vom Verstand dominierten Welt anheimfallen, schlicht weil Du in dieser Welt überleben möchtest. Und das macht deutlich, wie diese Welt funktioniert. Man schneidet Dich von Anfang an von Dir als natürliche Ressource ab, damit Du tust, was man Dir sagt. Mit anderen Worten: Du wirst daran gehindert, Dich selbst zu entdecken, um Dir selbst gemäß zu sein. Dabei hast Du ein Recht an Dir selbst oder anders gesagt: Niemand hat ein Recht an Dir. Niemand hat das Recht, Dich zu einem Werkzeug für Dir fremde Absichten zu machen. Niemandem ist es gestattet, Dich zum Objekt zu machen. Damit kommst Du zu Dir als Gefühl, zu Dir als lebendigem Impuls, der sich durch diesen Körper im Geist verwirklicht. Als das Heilige Leben. Und damit als das Leben-an-sich.

An der Oberfläche leben wir als professionalisierte Menschen, als Macher, die eigene Pläne und das Leben fest im Griff haben. Was nichts als eine Lüge ist. Wir haben Angst, fühlen uns unbedeutend und klein und versuchen uns und anderen vorzumachen, dass es anders wäre. Wir verkaufen uns, stellen uns selbst dar, bereiten uns auf alles vor, um zu bestehen, um ein gutes Bild abzugeben, um es uns selbst und allen anderen zu beweisen. – Aber wer tut so etwas? Wer fühlt sich gezwungen, sich auf diese Weise darzustellen? Jemand, der sich nicht kennt. Jemand, der keine Ahnung davon hat, dass er wirklich ist, dass er selbst tatsächlich anwesend ist. Weswegen er eben nicht anwesend ist. Oder nur als Schatten seiner selbst!

Schatten beweisen sich ihre Größe indirekt. Weil sie getrennt von ihrer Quelle leben. Im Schatten der eigenen Angst. Als Person. Die ihre eigenen Vorstellungen und Träume hat und haben muss, solange sie an sich in dieser unglaublich beengten und beengenden Form glaubt! Solange sie nicht über sich als diesen Glauben hinausfindet. Der ein angenommener, ein oktroyierter, ein gesellschaftskonformer Glaube ist. Ein Glaubensbekenntnis, das Dich entmächtigt und Dich Dir selbst gegenüber in einer ewigen Trance hält. Wofür Du mit Gütern und gesellschaftlicher Teilhabe belohnt wirst.

Versuche Dich für einen Augenblick von diesem Wahnsinn zu entkoppeln. Erlaube Dir, Dich zu spüren. Und erlaube Dir vor allen Dingen, das Leben ganz unmittelbar und auf überaus einfache Weise zu spüren. Als Baum. Als sein Grün. Als die Vögel in seinen Zweigen. Was für eine Freude! – Und das alles kannst Du ganz unmittelbar am eigenen Leib spüren, weil Du Dich immer noch im Resonanzfeld der Dir eigentlichen Vitalität befindest.

Die Monokultivierung der Welt auf allen Ebenen entspringt einem Geist, der neben sich nichts anderes mehr gelten lässt. Sie entspringt einem Geist, der nicht bereit ist, im Leben anzukommen. Weil das Leben ihn wandeln würde. – In uns hat sich eine geistige Monokultur ausgebreitet der wir, ohne es wirklich erkannt und verstanden zu haben, bereits zum Opfer gefallen sind. Weswegen wir diese Welt für normal halten und uns ihrem Diktat beugen. Das ist es, was erkannt werden muss, bevor es zur Erlösung kommen kann. Weil sich das Leben selbst nicht leugnen kann, weshalb es sich unablässig selbst empfängt. Allein die Verwirklichung dieses Empfangs bringt Dich vor den wahnhaften Einflüsterungen dieser Welt in Sicherheit und öffnet Dich dem kosmisch göttlichen Liebesfeld dem Du von Anfang an angehörst.

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